Zwei Kilometer unter dem Wasserkraftwerk Falkenau ist die Drau, wo sie sich beruhigt, in einen engen Canyon gepresst, der von Konglomeratfelsen umgeben ist.
Am linken Ufer sind sie kleiner und ragen nur wenige Meter über den Wasserspiegel hinaus. Auf ihnen steht inmitten des Waldes eine Säule mit der Statue des Hl. Johannes Nepomuk, des Schutzpatrons der Flößer. Am rechten Ufer ragt die Falska peč, die einige zehn Meter von der Drau fast senkrecht aufragt. In der Wand sind Erosionsformen sichtbar, die als Ergebnis der Vertiefung der Drau entstanden sind. Hier befindet sich der Standort des Alpen-Felsensteinbrechs (Saxifraga hostii) und der geschützten Brandlilie (Lilium Bulbiferum). Mitten in ihrer Höhe zerteilt die Straße Ruše–Lovrenc die Falska peč, durch die auch ein Eisenbahntunnel führt. Die Falska peč ist eine einzigartige geologische Form im Drautal, der einzige Standort des Felsensteinbrechs im Pohorje, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit und der Standort der geschützten Brandlilie.
In der Drau-Schlucht unter dem Falsk-Felsen lebte der Sage nach der Wassermann Gestrin, dessen Töchter stattliche Jungen fingen und sie von ihren Flößen in die Wirbel zog.