Waldsägen

Sehenswürdigkeiten in Ruše, die einen Besuch wert sind

Waldsägen

(Die historische Entwicklung der Industrie in der Umgebung von Ruše, 1961, Jožef Kavčič, Pfarrer und Historiker aus Ruše).

Entlang der Bäche Lobnica und Bistrica begann schon vor langer Zeit eine kleine Holzindustrie in Form von venezianischen Wassersägen. Bei dieser Tätigkeit mussten mehrere Tätigkeiten miteinander verbunden werden, vom Holzhacken, über die Holzernte bis hin zu den Sägen, der Bearbeitung von Baumstämmen für verschiedene Zwecke und dem Abtransport zu größeren Transportwegen. Im hügeligen Teil des Pohorje hatte fast jeder Bauer seine eigene Säge. Die Landorganisation der Bauernhöfe war so beschaffen, dass über jeden Bauernhof mindestens ein Teil des Baches floss. Im Tal hatten nur größere Bauern Sägen, die sie oft mit einem Handwerk kombinierten, z.B. der Herstellung von Kisten. Sowohl das gesägte Holz als auch andere Holzprodukte waren hauptsächlich für den Export nach Ägypten, Ungarn, Italien, Österreich, Tschechien, Israel, in den Süden usw. bestimmt.

Besitzer größerer Waldflächen und größerer Sägewerke konnten sich für den Holztransport ins Tal auch Wasser-Rutschen oder "Riže" bauen, denen im Vergleich zu anderen Transportmethoden eine sehr hohe Transportkapazität zukam. Die Baukosten waren sehr hoch. "Riže" waren große Holzrinnen, die Wasser und darin schwimmende Baumstämme zu den Sägewerken und ins Tal leiteten. Sie wurden aus behauenem oder gesägtem Holz gefertigt. Eine "Riža" hielt normalerweise sieben Jahre. Zu Beginn der "Riže" gab es Dämme, die in Trockenzeiten eine Weile geschlossen blieben, und wenn sich genügend Wasser angesammelt hatte, wurden die Dämme geöffnet und das Wasser nahm das zuvor vorbereitete Holz mit ins Tal.


Maroltův mlýn (Blaž Lešnik)
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