Russische Woche

Für jeden Geschmack

Russische Woche

Ruše ist einer der ältesten Wallfahrtsorte Sloweniens. Schon zum ersten Treffen am 8. September 905 versammelte sich eine große Menge Pilger, um die Ruška Marija zu ehren. Seitdem wuchs die Zahl der Pilger Jahr für Jahr.

Wer Filip Švajgar war, der von 1469 bis 1485 die göttliche Reise leitete und verschiedene Ablässe aus Rom beschaffte, stärkte und verbreitete sich die göttliche Reise noch weiter. Nicht nur beim Haupttreffen, das einst am Fest des Namens Mariens gefeiert wurde, sondern das ganze Jahr über kamen Pilger einzeln und in Prozessionen, immer zahlreicher, von nah und fern.

Besonders berühmt wurde der Gottesweg während der türkischen Einfälle. In diesen Zeiten wandten sich die Rusaner glühend an Maria und versprachen, dass sie an den Vorabenden von Mariä-Festen vor ihrem Altar die Lauretanischen Litaneien mit zwei Segen beten würden, und am Festtag würde um neun Uhr morgens der Heilige Rosenkranz mit Litaneien gebetet werden, wenn sie sie gnädig vor diesen schrecklichen Unglücken bewahren würde.

Schon vor der Pest schützte Maria ihre Verehrer. Als dieser Mörder drei Jahre lang durch die oben genannten Orte tobte, starben in Ruše nur ein Kind und eine Magd.

Nicht nur die Ruser, sondern auch andere Christen in der Ferne suchten und fanden in diesen schweren Zeiten Hilfe bei der Ruser Muttergottes. Als der Großwesir Kara Mustafa vor Wien erschien und die Stadt mit 200.000 Soldaten belagerte, kniete eine große Zahl von Menschen Tag und Nacht vor der Ruser Muttergottes, und in neun Wochen kamen über 50 große Prozessionen nach Ruše. Genau am 12. September, dem Fest des Namens Mariens, als Tausende von Pilgern in der Ruser Kirche versammelt waren, besiegten die Christen unter dem Kommando des frommen polnischen Königs Sobieski die Türken vor Wien.

Die Unglücklichen, die in türkische Gefangenschaft gerieten, hatten ein großes Vertrauen in die russische Maria. Die Chronik erzählt uns von neun Personen, die auf Marias Fürsprache aus türkischer Gefangenschaft zurückkehrten. Als Erinnerung brachten sie die Ketten mit, in die sie gefesselt waren.

Auch heute noch treffen sich die Pilger in Ruše jeden ersten Sonntag nach dem 8. September.

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