Splavarstvo na Dravi

Sehenswürdigkeiten in Ruše, die einen Besuch wert sind

Splavarstvo na Dravi

(Die historische Entwicklung der Industrie in der Umgebung von Ruše, 1961, Jožef Kavčič, Pfarrer und Historiker aus Ruše).

Entlang der Drau, einer flussnahen Siedlung, entstanden in der Zeit der Holztrift »Lents« oder Anlegestellen zum Be- und Entladen. Das Fremdwort »Lent« stammt vom deutschen Verb "lenden–landen", was Anlegen bedeutet. Dieses Fremdwort hat sich bis heute erhalten. Auch die schönen slowenischen Wörter "splav" (Floß) – "splavar" (Floßfahrer) konnten die Fremdwörter "Flos" – "Floßfahrer" noch nicht gänzlich verdrängen.

Die heutigen Dravkraftwerke haben die frühere Flößerei jedoch vollständig aufgestaut oder gestoppt. Es ist seltsam, dass in der Ära der Flößerei immer noch der alte jugoslawische Name »korman« erhalten blieb, der als Kommandant der Flößer und guter Kenner der Wasserströme sicher das Floß »kormanil« (steuerte). Korman bedeutet Steuermann. Auf dem Pohorje ist Korman als Haus- oder Familienname sehr gebräuchlich. In den Häusern der Kormans oder Steuermänner sind viele interessante Dinge von ihren Reisen auf der Drau und der Donau erhalten geblieben. Die Pohorjer Flößerei wurde allmählich durch die Eisenbahn verdrängt, da der Holztransport per Eisenbahn schneller und – billiger war.

Wenn die Flößer nach einer längeren Tour an ungewöhnlichen Orten übernachten mussten, wurde das Floß angetockelt und in Richtung Anlegestelle gesteuert. An jedem Floß war mindestens ein Ruderboot befestigt (die Boote wurden von den Flößern zu Hause für die slawonischen Holzmarktplätze hergestellt).

An die Zeit der Flößerei erinnern uns entlang der Drau gelegenen Häuser, die einst Gasthäuser für Flößer oder Fuhrleute waren. Solche Häuser gibt es entlang der Drau am linken Drauufer, am rechten Ufer bei Ruše steht nur das Haus »Pri Pavlu«, dem Vater des größten Holzunternehmers von Ruše, Viktor Glazer. 

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