Der Lobnicabach ist einer der größeren Bacher der Pohorje. Er zeichnet sich durch ein ziemlich großes Gefälle aus, da er von der Quelle bis zur Mündung in die Drau mehr als 1000 Meter abfällt.
Lobnica entspringt auf der Moor-, Ost-Pohorje-Hochebene, in der Nähe des Stillen Sees (Falsker Teich), unterhalb des Bajgotov vrh. Die größeren Zuflüsse im Oberlauf sind Črnava, Piklerica und Kraljiščica, die vor Bajgot münden, danach fließt Lobnica in das Waldreservat (Urwald Šumik). Bis Treh žebljih ist ihr Gefälle gering und sie mäandriert. Ein etwas größeres Gefälle liegt von Treh žebljih bis Bajgot, sehr stark nimmt es jedoch in dem Bereich zu, wo sie durch den Urwald fließt. Dort bildet sie zahlreiche Stromschnellen und Kaskaden sowie die Wasserfälle Veliki und Mali Šumik. Von den Quellen bis zur unteren Grenze des Urwalds fließt Lobnica durch Tonalit, im Unterlauf durchquert sie Schichten von Gneis, Amphibolit und Schiefer. Lobnica fließt in einem engen Tal bis Smolnik in die Ebene und mündet nach wenigen Kilometern in die Drau.
An der Lobnik standen Mühlen und Sägewerke, die heute alle stillgelegt sind.
Durch das Lobnica-Tal verlief die längste Wasserrutsche (Riža) des Pohorje-Gebirges, die 17 km lang war und dem Transport von Holz ins Tal diente. In der Literatur wird die Wasserrutsche an der Lobnica auch als “Ruška-Wasserrutsche” oder “Wasserrutsche am Smolnik bei Ruše” bezeichnet. Am Lobnica-Bach wurde sie bereits im Jahr 1874 auf einer Länge von 5.728 m errichtet. Einige Jahre später wurde eine Verlängerung von Bajgot über den Šumik-Wasserfall gebaut, wo eine Abzweigung zur Lahova-Säge und eine weitere zur Piklerica führt. Im Jahr 1901 war sie auf eine Gesamtlänge von 11.664 m ausgebaut. Aus älteren Quellen geht hervor, dass die endgültige Länge einschließlich aller Abzweige 16.000 m betrug. Sie entstand auf Initiative des Glasmachers Benedikt Vivat aus Ruše und diente lange Zeit den Bedürfnissen der Glasindustrie.