Das wunderschöne Naturtheater »Pod goroj«wurde 1931 endgültig fertiggestellt. Der am Fuße des Pohorje gelegene, amphitheaterförmige Platz verfügt über 800 bis 1000 Sitzplätze und zeichnet sich durch eine hervorragende Akustik aus.
Die erste Aufführung fand 1932 statt (Volksstück – Finžgars „Divji lovec“), danach jedes Jahr eine Aufführung, die in diese idyllische Umgebung mit natürlicher Kulisse ohne Übertreibung auch Tausende von Zuschauern lockte. Die Kunde von den Laienspielen in Ruše verbreitete sich im gesamten slowenischen Raum. Für Maribor wurde zu jeder Aufführung ein Sonderzug organisiert. Rekordbesuch hatten „Miklova Zala“ (1938) und „Matija Gubec“ (1940), da sie von über 6000 Zuschauern besucht wurden.
Die natürliche Umgebung des russischen Freilichttheaters blieb trotz der Jahre fast unverändert. Der Zahn der Zeit hat die Trauerweiden und einige Fichten nicht geschont, auch die riesige Linde, einst ein Symbol der Volksspiele, ist verschwunden, aber eine bescheidene Kapelle und ein »Fürstenstein« sind erhalten geblieben, die 1933 und 1938 die Kulisse für die Aufführung von Jurčičs Rokovnjači und Sket-Šolniks Miklova Zala bildeten.