Pragozd Šumik

Malerische Natur

Pragozd Šumik

Der Urwald Šumik liegt in der Lobnica-Schlucht auf einer Höhe von 600–1000 m über dem Meeresspiegel. Die steilen Hänge sind mit Tonalitfelsen übersät, von denen die "Trije hlebi" (Drei Brote) am malerischsten sind – drei Felsen, die zu einem vierzehn Meter hohen Turm in Form von Brotlaiben aufgeschichtet sind; Der untere ist ein glockenturmähnlicher, senkrechter Fels, der mittlere gleicht einem echten Militär-Kommissarbrot, der obere hingegen erinnert an einen bäuerlichen Laib Brot. 

In den Seitenarmen gibt es noch zahlreiche Felsen, die durch Verwitterung verwittert und besonders abwechslungsreiche Formen von Unterspülungen, Stühlen und Tischen angenommen haben. Nördlich davon, jenseits des Baches Verna, liegt die Gruppe Ravbarske peči, die durch Erosionswirkung noch malerischer angeordnet, aufgetürmt und gerissen sind, als ob hier ein Riese gespielt und Burgen gebaut hätte. Der Bach Verna stürzt von seinem rechten Ufer über steile Hänge und Wasserfälle zwischen Veliki und Mali Šumik in die Lobnica. 

Aufgrund von Kälte und Luftfeuchtigkeit sowie langer Schattenlage gedeihen im Urwald feuchtigkeitsliebende Holzarten wie Bergulme, Bergahorn und Esche. Weiter unten in der Lobnica-Schlucht finden sich besonders große Exemplare der Gewöhnlichen Karthäusernelke mit violetten Blüten und über 2 m hohe Stängel der Gemeinen Distel. Noch weiter unten in der Lobnica-Schlucht tritt häufig der sonst seltene Frauenschuh auf. Zu viel wäre es, alle Pflanzen aufzuzählen, die in diesem Urwald-»botanischen Garten« vorkommen.

Das Schutzgebiet umfasst an der östlichen Steilwand des Reber einen Mischwald aus Buche, Fichte und Tanne, an der westlichen, nicht weniger steilen Hängen dominieren über der Buche die Weißtanne und die Fichte. Im Urwald sind die Waldgesellschaften im Urzustand erhalten geblieben, wie er vor der großen Waldrodung vor 100 bis 120 Jahren vorherrschte. 

(Aleš Žunko)
Zugänglichkeit